Bäume in Gelsenkirchen

Ein einziger Baum verbraucht täglich etwa 6 kg des klimaschädlichen CO2 und produziert daraus 5 kg Sauerstoff. Die rund 25.560 Straßenbäume in unserem Stadtgebiet bringen es so auf eine Sauerstoffproduktion von über 120 Tonnen - jeden Tag!

Und die Bäume „leisten“ sogar noch mehr: Ein Laubbaum ist in der Lage, jährlich etwa 7.000 kg Staub aus der Luft zu filtern!

baeume1Zu den Straßenbäumen addieren sich noch einmal ca. 100.000 Einzelbäume in unseren Grünanlagen, die ebenfalls zu einem angenehmen Stadtleben beitragen:
Gerade in dicht besiedelten Gebieten sind unsere Bäume lebenswichtig für ein gesundes Klima!

Aber auch Bäume sind empfindsame Wesen, die Pflege und bisweilen Hilfe benötigen. Aus diesem Grund betreut GELSENDIENSTE alle Stadtbäume - auf die unterschiedlichste Weise.

Dort, wo neue Straßen gebaut werden, plant und pflanzt GELSENDIENSTE neue Jungbaeume-waessern
Bäume.

Junge Bäume werden durch GELSENDIENSTE gewässert und durch Erziehungs- und Aufbauschnitte in ihrem Wachstum unterstützt. Bei Bedarf  werden an den Bäumen die notwendigen Pflegearbeiten durchgeführt.


Alle Bäume werden regelmäßig auf ihre Verkehrssicherheit kontrolliert. Dabei werden die Baumkronen überprüft, sowie Schäden und Defektsymptome am gesamten BaumkontrolleBaum erfasst und bewertet. Daneben werden auch Vitalität und eventuelle Krankheiten dokumentiert.

Soweit erforderlich, werden an den Bäumen die jeweiligen Pflegearbeiten durchgeführt.

Beschädigte und als Gefährdung eingeschätzte Straßenbäume müssen im Rahmen der Verkehrssicherung gefällt werden.
GELSENDIENSTE pflanzt grundsätzlich anschließend entsprechende Ersatzbäume.

Sollte dies im Einzelfall nicht an gleicher Stelle möglich sein, so wird eine Ersatzpflanzung an einem geeigneten Standort vorgenommen.
Ersatzpflanzung(Übrigens: Seit Jahren schon ist die Bilanz unseres Baumbestands positiv: Es werden mehr Bäume gepflanzt als gefällt.)

Wenn ein Baum gefällt werden muss, der keine akute Gefährdung darstellt, geschieht dies nach einem Abwägungsprozess, dem die jeweiligen städtischen Bezirksvertretungen zustimmen müssen. Dies ist z. B. der Fall bei Hoch- und Tiefbaumaßnahmen, gestalterischen Veränderungen - und gelegentlich infolge von  Anregungen oder Beschwerden von Bürgern.

Leicht vorstellbar, welch riesige Datenmengen anfallen, wenn GELSENDIENSTE sich praktisch ganz individuell um jeden einzelnen Baum kümmert!
Um der Informationsflut Herr zu werden und hier den Überblick zu behalten, nutzen wir ein digitales „Baumkataster“. Damit lassen sich nicht nur vielfältige Informationen zu jedem Straßenbaum speichern und wieder abfragen, sondern auch deren Position in Karten am PC darstellen.


Auch Bäume brauchen Rücksicht

Verglichen mit seinen Verwandten im Wald lebt so ein Stadtbaum unter durchaus schwierigen Bedingungen:
 
• Der Wurzelraum ist - nicht zuletzt durch unterirdische Versorgungsleitungen und Bauten - eingeschränkt, die Nährstoff- und Wasserversorgung funktioniert nicht optimal
• Die den Baum umgebenden Flächen sind oftmals versiegelt, wodurch Wasser schlechter versickert und Sauerstoff nur schwer zu den Wurzeln durchdringt

Auch die Bodenverhältnisse in der Stadt schmecken den Bäumen in den wenigsten Fällen:

• Der Boden ist selten natürlich gewachsen, sondern angeschüttet
• Er ist häufig arm an Mineralien, weil der natürliche Kreislauf gestört ist:
Während in der Natur das Laub verrottet und so dem Baum wieder als Nährstoff dient, muss es von Straßen und Fußwegen entfernt werden.


Nicht auf Baumscheiben parkenDamit unsere Bäume trotz dieser oft widrigen Umstände ein langes und gesundes Leben haben, brauchen sie unsere Fürsorge - und da können alle helfen.
Während der Fachmann u. a. einen sorgfältigen Kronenschnitt beisteuert, sollten wir als Autofahrer einen gebührlichen Abstand halten: Die wohl häufigsten Verletzungen im Stammbereich der Bäume stammen von Anfahrschäden durch Kraftfahrzeuge. Wenn die schützende Baumrinde beschädigt wurde, können Pilze das offen liegende Holz besiedeln, was oftmals erst nach Jahren zu schwerwiegenden Folgeschäden führt.

Auch auf Eingriffe im Wurzelraum regieren Bäume sehr empfindlich. Werden z. B. Aufgrabungen für Arbeiten an unterirdischen Versorgungsleitungen nicht mit der nötigen Rücksicht auf die Baumwurzeln durchgeführt und diese gekappt, so können noch Jahre später Teile der Krone absterben.
Im Winter ist das Salz ein Feind des Stadtbaumes, denn es erschwert die Wasser- und Nährstoffaufnahme über die Wurzeln. Gleichzeitig nimmt der Baum erhöhte Mengen an Chlorid auf, was bei einer Überbelastung zu verzögertem Wachstum, zur Bildung dürrer Zweige und im Extremfall zum Absterben des Baumes führen kann.

Daher ist im Winter ein sorgsamer Umgang mit Streusalz wünschenswert.
Tipps und Informationen, wie Sie sich bei Eis und Schnee auch anders behelfen können, haben wir in einer Broschüre für Sie zusammengefasst.

Wir finden: Es lohnt sich, sich für unsere Stadtbäume einzusetzen. Ohne sie würden unsere Städte zu trostlosen Steinwüsten verkommen.
Was denken Sie?

 
Die häufigsten Baumarten in unserer Stadt

Gemeinsam mit Platane und Linde gehört der Ahorn zu den häufigsten Arten unter den Straßenbäumen der Stadt: Diese 3 Arten machen zusammen über die Hälfte des gesamten Bestandes aus.
Insgesamt sind es aber etwa 75 verschiedene Baumarten, die Gelsenkirchens Alleen, Plätze und Straßen säumen. Die Rosskastanien gehören dabei sicherlich zu den auffälligsten und beliebtesten Exemplaren, obwohl ihr Anteil nur etwa 3 % beträgt.

GattungdeutschAnzahlProzent
PlatanusPlatane494319,44
TiliaLinde485319,06
AcerAhorn451117,74
QuercusEiche360614,18
CarpinusHainbuche19237,56
RobiniaRobinie10474,14
CorylusBaumhasel10284,04
AesculusRoßkastanie7472,94
BetulaBirke5502,16
CrataegusWeißdorn4391,73
FraxinusEsche3961,56


Eine bundesweite Bedeutung hat der rund 100 Jahre alte Ulmenbestand in Hassel. Nirgendwo sonst in Deutschland gibt es noch zwei Dutzend der Huntington-Ulme im innerstädtischen Straßenbereich. Sie haben der Holländischen Ulmenkrankheit, der in acht Jahrzehnten mehrere Hundertmillionen Ulmen in Europa zum Opfer fielen, bisher weitestgehend getrotzt.

Übrigens: Die Verteilung der Straßenbäume über die Stadt ist nicht gleichmäßig, die meisten Bäume stehen in den Stadtteilen Buer-Mitte, Feldmark, Altstadt, Schalke und Bulmke-Hüllen.

Der Baumbestand an manchen Bundes- und Landesstraßen wird nicht von GELSENDIENSTE überwacht. Dies übernimmt dann die zuständige Landesbehörde.