Häufig gestellte Fragen

Auf welchem Friedhof kann ich bestattet werden?
Auf den Gelsenkirchener Friedhöfen kann jede Person beigesetzt werden, die den Wunsch dazu hat.


Was sind Ruhezeiten?
Nach einer Beerdigung müssen Särge und Urnen in Gelsenkirchen 25 Jahre lang in der Erde ruhen, da die Totenruhe grundsätzlich nicht gestört werden darf (Ausnahmen nur bei wichtigen Gründen).


Was ist das Nutzungsrecht?
Nach der Beerdigung muss das Grab für die Dauer der Ruhezeit gepflegt werden. In der Regel übernehmen Angehörige diese Aufgabe, die auch die Beerdigung für ein Reihen- oder Wahlgrab angemeldet haben, sie sind dann als Nutzungsberechtigte Ansprechpartner für die Friedhofsverwaltung.


Was ist ein Nutzungsberechtigter; welche Pflichten hat er?
Das Nutzungsrecht an einem Wahlgrab (oft Familiengruft genannt) erwirbt man bei der Friedhofsverwaltung für 30 Jahre und entrichtet hierfür die entsprechende Gebühr. Danach erhält der Nutzungsberechtigte eine Graburkunde. Bei einer weiteren Bestattung in diesem Wahlgrab darf der Nutzungsberechtigte die Verlängerung der Nutzung (neue Ruhezeiten einhalten) beantragen („Nutzungszeit nachkaufen“).

Das Nutzungsrecht an einem Reihengrab erwirbt derjenige, der die Bestattung beim Friedhofsbüro veranlasst, und zwar für 25 Jahre. Er entrichtet hierfür die entsprechende Gebühr und  erhält einen Grabstellenausweis.
Der Nutzungsberechtigte darf und muss sich um die Gestaltung und die Pflege der Grabstätte kümmern und das Grab in einem ordentlichen Zustand halten. Diese Arbeiten kann er auch von Friedhofsgärtnern ausführen lassen.


Wie kann ich sicherstellen, dass ich zusammen mit meinem Partner / meiner Partnerin beerdigt werde?
Gewährleistet werden kann dieser Wunsch durch ein Wahlgrab und eine gemeinschaftliche schriftliche Verfügung.


Wer veranlasst meine Beisetzung, wenn ich keinen Angehörigen habe?
Sie können sich mit einer Person Ihres Vertrauens beraten. Auch beispielsweise ein vertrauter Nachbar / eine vertraute Nachbarin kann im Falle Ihres Versterbens den Bestatter oder ggf. die Treuhandstelle (z. B. die FGG) informieren, mit dem / der Sie Ihre Bestattung vorsorglich geplant haben. Ihre Vertrauensperson sollte wissen, wo Sie die nötigen Unterlagen bereit gelegt haben. Wie kann ich sicherstellen, dass meine Beerdigung so stattfindet, wie ich es mir vorstelle? In Ihrer Wohnung sollten Sie eine Dokumentenmappe aufbewahren, aus der hervorgeht, wen Sie als Vertrauensperson bevollmächtigen, die erforderlichen Angelegenheiten zu regeln. Für eine sichere Regelung und Abwicklung empfiehlt es sich, seine Vorstellungen der Beerdigung in einem Vorsorgevertrag festzulegen.


Was passiert, wenn das Grab nicht mehr gepflegt werden kann?
Wenn derjenige, der das Grab pflegt, dies nicht weiter tun kann oder möchte, hat er im Wesentlichen zwei Möglichkeiten:

  • Er kann einen Friedhofsgärtner mit der Pflege des Grabes beauftragen, beispielsweise über einen Dauergrabpflegevertrag.
    Einen Vertrag mit einem Verbund von Gärtnern (wie zum Beispiel der FGG) abzuschließen, bietet Gewähr für eine verlässliche individuelle Grabpflege bis zum Ablauf der Ruhefrist. Weitere Informationen auch unter www.fgg-online.de 

    oder

  • Er kann das Nutzungsrecht jederzeit an die Friedhofsverwaltung zurückgeben. Die Grabstätte wird dann abgeräumt. Wird dies nicht selbst durch den Nutzungsberechtigten, sondern durch die Friedhofsverwaltung durchgeführt, fällt eine Gebühr an. Ist zu diesem Zeitpunkt die Ruhefrist noch nicht abgelaufen, muss für die Zeit bis zum Ruhefristablauf eine Pflegegebühr entrichtet werden.


Darf ich die Urne mit nach Hause nehmen?
Nach den jetzt geltenden Bestattungsgesetzen ist dies nicht möglich; alle Särge und Urnen müssen auf einem Friedhof beigesetzt werden.


In welchem Krematorium wird ein Verstorbener / eine Verstorbene eingeäschert?
Grundsätzlich kann das Krematorium frei gewählt werden. Auskunft erteilt der jeweilige Bestatter.


Darf ich etwas mit in den Sarg geben?
Persönliche kleine Sargbeigaben sind Zeichen des liebevollen Gedenkens und grundsätzlich erlaubt.


Darf ich den Sarg gestalten?
Grundsätzlich darf ein Sarg nach persönlichem Wunsch gestaltet werden. Dabei ist darauf zu achten, dass der Sarg problemlos in die Erde eingelassen werden kann und keine umweltschädlichen Materialien verwendet werden.


Darf ich einen verstorbenen Angehörigen vor der Bestattung selbst waschen und ankleiden?
Ja, dies ist erlaubt.


Wer hilft bei der Trauerbewältigung?
Trauer ist eine natürliche Reaktion, die nicht unterdrückt werden sollte. Den meisten Trauernden hilft es zu reden. Dies kann mit guten Freunden geschehen, die zuhören können. Aber auch im Kreise ebenfalls Betroffener, in einem Trauergesprächskreis, Trauercafé, kann eine gute Trauerbewältigung erreicht werden. Scheuen Sie sich auch nicht, bei körperlichen Beeinträchtigungen Ihren Hausarzt gezielt auf professionelle therapeutische Hilfe anzusprechen.