Pressemeldung vom 13.01.09

Bilanz des ersten Wintereinbruchs

Während draußen die Schneereste tauen, zieht Gelsendienste die Bilanz des ersten Winterdienst-Einsatzes diesen Jahres, der ein absoluter Großeinsatz war. Vergleichbare Schnee- und Kälteperioden kommen in unseren Breiten sehr selten vor und sind daher eine  Herausforderung für den Winterdienst. Denn im Vergleich beispielsweise zu bergigen Regionen werden natürlich weniger Kapazitäten vorgehalten.
Winterdienst
Der Verbrauch an Streugut war in der nur eine Woche andauernden Kältephase enorm: 1.150 Tonnen Salz, 252.100 Liter Salzlösung und 130 Tonnen Split kamen zum Einsatz. Das ist mehr, als in den meisten Jahren für eine ganze Wintersaison bevorratet wird.

Die Mitarbeiter im Fahrbahnstreudienst sind Rekordkilometer gefahren und waren rund um die Uhr im Einsatz : Auch in der Nacht rückten die großen Räum- und Streufahrzeuge regelmäßig zu den Hauptverkehrsstraßen aus, um Schnee- und gefrorene Schneerestemassen einzudämmen, die aus Seitenstraßen immer wieder hineingetragen wurden. Montag und Dienstag wurden die wichtigsten Durchgangsstrecken beispielsweise viermal geräumt und gestreut: Die Fahrzeuge der Fahrbahnstreuung legten an nur einem Tag eine Fahrstrecke von Gelsenkirchen bis über Madrid hinaus zurück, das sind rund 2.500 Kilometer. 

Aber der Fahrbahnstreudienst ist keinesfalls alles, was an Winterleistung von Gelsendienste erbracht wird. Tagsüber waren tagtäglich im Durchschnitt 90 Mitarbeiter auf 31 Fahrzeugen mit Schiebern und Streugut unterwegs, um beispielsweise die öffentlichen Gehwege entlang der städtischen Grundstücke - wie an Friedhöfen, Parkanlagen und  neben unbebauten städtischen Grundstücken -  begehbar zu halten. Außerdem sorgten Gelsendienste-Mitarbeiter dafür, dass die Fußgängerüberwege an wichtigen Straßenkreuzungen begehbar blieben. Darüber hinaus haben die Mitarbeiter der Stadtbildpflege ihre „normalen“ Aufgaben weiterhin ausgeführt: Dazu gehört die Leerung der Papierkörbe im gesamten Stadtgebiet, Baum- und Gehölzschnitte und die Kontrolle der Seen und Teiche.

Ein Mittelweg ist übrigens immer bei der Abstreuung der Fußgängerzonen zu finden, ein Service mit dem Gelsendienste-Mitarbeiter die Räum- und Streupflichten der anliegenden Hauseigentümer ergänzen: Natürlich muss das Streumaterial Glätte abstumpfen. Es soll aber auch nicht zu Verärgerung bei den Geschäftsleuten führen, deren Teppiche durch die Materialien leiden.

Viele Hausbesitzer ließen sich von Gelsendienste-Mitarbeitern in den letzten Tagen bezüglich ihrer Räum- und Streupflichten beraten. Vielfach ist beispielsweise nicht bekannt, dass auch auf dem Grundstück liegende Haltestellen geräumt und gefahrlos benutzbar gehalten werden müssen.

Haltestelle

Daher noch einmal ein dringender Appell an alle Haus- oder Grundstücksbesitzer – denn es könnte noch viel Schnee fallen in diesem Winter: 

  • Bitte in ausreichender Breite alle an das Grundstück grenzenden Gehwege und eventuell dort vorhandene Haltestellenbereiche räumen.
  • Der Zustand sollte wiederholt kontrolliert werden. Die ordnungsrechtliche Haftung bleibt nämlich bei dem Eigentümer, er kann sich nicht ausschließlich darauf verlassen, dass in Mietverträgen ein Winterdienst aufgeführt ist.
  • Auch Straßenseiteneinläufe – Gullys genannt – bitte frei halten, damit Schneeschmelze abfließen kann.