Pressemeldung vom 08.12.2009

Winterzeit - Schneeräumzeit:
Auch Bushaltestellen zu streuen ist Eigentümerpflicht

Auch wenn es sich zur Zeit nicht wirklich danach anfühlt: Der Winter steht vor der Tür. Vorbereitung tut da Not.

HaltestellenanliegerDie Gelsendienste-Mitarbeiter sind für kommende Wintereinbrüche gut aufgestellt: Die Streugutlager sind aufgefüllt, Fahrzeuge startbereit und die Rufbereitschaften eingerichtet. So können bei Schnee und Glätte die wichtigsten Fahrbahnen schnell erreicht werden.

Sind auch die Gelsenkirchener Bürger gut vorbereitet? Vielleicht sind da ja einige Wissenslücken zu stopfen.
 
Auf den Gehwegen führt Gelsendienste gemäß der Straßenreinigungssatzung grundsätzlich keinen Winterdienst durch. Das ist Aufgabe aller Grundstückseigentümer. Das gilt auch für Bushaltestellen, die am Gehweg liegen.
 
Das scheint leider nicht hinreichend bekannt zu sein, denn im letzten Winter wurde vielfach unzureichend bis gar nicht geräumt. Da kamen viel zu viele Eigentümer und Wohnungsbaugesellschaften ihrer Pflicht nicht nach.

Besonders schlimm trifft es in solchen Fällen die Gehbehinderten, oft ältere Menschen, die mit dem Rollator unterwegs sind, sowie Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind. Auch ein halbherziger Versuch von Grundstückseigentümern, einen schmalen Trampelpfad freizumachen, lässt diesen Menschen keine Chance, sich sicher zu bewegen.
Besonders dramatisch ist für gehbehinderte Mitbürger das Ein- und Aussteigen an ungeräumten Bus- und Bahnhaltestellen.

Um Pannen und Probleme zu vermeiden, sollten Eigentümer rechtzeitig das Räumen und Streuen entlang ihrer Grundstücke organisieren. Für Grundstücksbesitzer heißt das, bei Miethäusern den Schneeplan zu prüfen. Bei großen Wohnanlagen kann es sinnvoll sein, einen Streudienst bei entsprechenden Dienstleistern in Auftrag zu geben.

Alle Details zum Winterdienst, wie Fristen und zulässige Streumittel sind auf der Internet-Seite von Gelsendienste unter  Winterdienst - Ihre Pflichten als Grundstückseigentümer nachzulesen. Im Downloadcenter kann auf die Broschüre „Ohne Streusalz durch den Winter“ zugegriffen werden.

Hier noch einmal die wesentlichen Punkte:

Glätte auf dem Gehweg  - was tun- ?

Wie?
- nicht lange warten,
Schnee lässt sich leichter fegen, wenn er noch nicht festgetreten wurden, „unverzüglich“ nach Beginn der Glätte heißt es nach den örtlichen Vor-schriften

- erst räumen, dann streuen
dann erreichen Sie auch mit wenig Streumittel optimalen Halt

- mindestens 1m bis 1,20 m breit räumen,
ein Fußgänger mit Rollator / Kinderwagen  und ein anderer Passant sollten gefahrlos aneinander vorbei kommen

- bitte nur abstumpfende Mittel nutzen,
Salz nur in Ausnahmen, abstumpfende Mittel reichen völlig aus, Hunde und Bäume danken es Ihnen, auftauende Mittel sind auf normalen Gehwegen verboten. Ausnahme: Treppen und Ein- und Aussteigebereiche von Bus und Bahnen

Wann?
- von 8 bis 8
Faustregel der Uhrzeit (8 -20 Uhr)

- wiederholt nachsehen, ob noch alles in Ordnung ist
nach dem Kreuz- und Querlaufen und -fahren kann wieder Glätte entstanden sein

Wo?
- überall dort, wo ein Gehweg an Grundstücksteile grenzt
also nicht nur vor dem Hauseingang, sondern auch entlang des Gartens, entlang der Garage und Zufahrten

- Ein- und Ausstiegsbereiche der Haltestellen auf dem Gehweg
gehören zur Streupflicht des Grundstückseigentümers, jeder Aus- und Einsteigende ist dankbar für einen sicheren Tritt

- Kein Gehweg vorhanden?
z. B. in Spielstraßen: auf der Straßenfläche entlang der Grundstücksgrenze einen Streifen von ca. 1,20 m Breite für die Fußgänger räumen und streuen.