Pressemitteilung vom 27.02.2015



Sturmschäden: Ela hat mehr als 4.200 Bäume zerstört / Erste Nachpflanzungen beginnen im März

Nach aktuellem Stand der Schadenserfassung hat das Pfingstunwetter „Ela“ mindestens 4.246 städtische Bäume entwurzelt oder so stark geschädigt, dass sie im Nachgang gefällt werden mussten. Da bei den andauernden Arbeiten zur Beseitigung der Sturmfolgen zusätzliche Fällungen erforderlich sind, wird die Zahl der Totalverluste noch weiter ansteigen.

Zugleich werden im März die Arbeiten zur Wiederherstellung des städtischen Baumbestands beginnen. „In der noch bis etwa Mitte April andauernden Pflanzperiode schließen wir in einem ersten Schritt einzelne Lücken entlang der Straßen, an Kitas und Schulen sowie in kleineren Grünanlagen“, erläutert der GELSENDIENSTE Betriebsleiter Uwe Unterseher-Herold. „Über alle Stadtbezirke verteilt werden dabei zunächst rund 40 neue Bäume gepflanzt.“

Für die einleitende Phase wurden Standorte ausgewählt, an denen eine Nachpflanzung unproblematisch ist. In einem Arbeitskreis unter Beteiligung verschiedener Referate der Stadtverwaltung wurden dazu die in Frage kommenden Stellen überprüft. Unter anderem galt es dabei abzuklären, ob an den Standorten in den kommenden Jahren Baumaßnahmen geplant sind – oberirdisch im Straßenbereich oder unterirdisch bei den Ver- und Entsorgungsleitungen –, die sinnvollerweise vor der Durchführung von Pflanzungen abgewartet werden sollten.

Die Auswahl der jeweiligen Baumarten erfolgte ebenfalls nach einer individuellen Standortanalyse. Berücksichtigt wurden verschiedene Kriterien wie die Eignung für das Stadtklima, Wuchs, Blüte, Frucht- und Laubfall, Krankheitsresistenzen sowie der umgebende Baumbestand. Neben eigenen Erfahrungen orientierte sich der Arbeitskreis hierbei an den Empfehlungen der von der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz (GALK) herausgegebenen Straßenbaumliste.

Spenden und Haushaltsmittel stehen zur Verfügung

„Bei der Wiederherstellung des Baumbestands steht die Stadt Gelsenkirchen auch unter finanziellen Gesichtspunkten vor einer großen Herausforderung“, erläutert Uwe Unterseher-Herold. „Deshalb freut es uns sehr, dass viele Bürger, Vereine und Unternehmen die Nachpflanzungen mit kleinen und großen Geldspenden unterstützen.“ Die bislang eingegangene Summe von rund 35.000 Euro fließt vollständig in die erste Pflanzphase ein. Zu den 25.000 Euro, die nach dem gemeinsamen Aufruf der Stadt Gelsenkirchen und GELSENDIENSTE gespendet worden sind, kommen weitere 10.000 Euro aus der Aktion „WAZ pflanzt Bäume“. Zudem wurden im städtischen Haushalt 2015 die Mittel für Straßenbaumpflanzungen auf 100.000 Euro aufgestockt. In den Folgejahren bis 2018 ist dann eine Verdopplung der Summe auf jeweils 200.000 Euro vorgesehen.

Bis zu der im Herbst beginnenden nächsten Pflanzperiode werden weitere mittel- und langfristige Maßnahmen erarbeitet und abgestimmt. Neben Nachpflanzungen an Einzelstandorten wird es dabei auch um umfangreiche Fachplanungen für Bereiche wie die geschützten Allen und großen Parkanlagen gehen.

„Die Nachpflanzungen werden uns noch über mehrere Jahre beschäftigen“, blickt Uwe-Unterseher Herold voraus. „Dabei gilt es, die Zerstörung durch Ela als Chance zu nutzen, den städtischen Baumbestand weiter auf die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen auszurichten. Hierfür ist eine sorgfältige Analyse und Planung notwendig, denn die jetzt zu treffenden Entscheidungen werden je nach Lebensalter der Bäume über mehrere Generationen hinweg Auswirkungen auf das Leben in Gelsenkirchen haben.“

Spendensammlung für Nachpflanzungen wird fortgesetzt

Wer die Arbeiten zur Wiederherstellung des Gelsenkirchener Baumbestands finanziell unterstützen möchte, kann auch weiterhin eine Spende auf das folgende Konto leisten:
Kontoinhaber: GELSENDIENSTE
IBAN: DE89 4205 0001 0101 1547 12
BIC: WELADED1GEK
Verwendungszweck: Spende Baumpflanzung / 664707

Bitte beachten Sie: Falls Spender ihre Zuwendung steuerlich geltend machen möchten, reicht als Nachweis gegenüber dem Finanzamt bei einer Summe bis zu 200,00 Euro der Überweisungsträger, wenn aus diesem GELSENDIENSTE als Empfänger (Name und Kontonummer) hervorgeht. Sofern Sie einen höheren Betrag spenden und eine gesonderte Zuwendungsbestätigung erhalten möchten, geben Sie bitte bei Ihrer Überweisung im Verwendungszweck zusätzlich Ihre Kontaktdaten (Name und Adresse) an. Sie erhalten dann im Nachgang eine Bescheinigung zugesendet.

Freigabe gesperrter Anlagen soll bis Ostern erfolgen

Unterdessen schreiten die Arbeiten zur Beseitigung der Sturmschäden in den noch gesperrten Parkanlagen und Waldbereichen weiter voran. Derzeit geht GELSENDIENSTE davon aus, dass in allen städtischen Anlagen die Verkehrssicherheit bis zum Ende des ersten Quartals wieder hergestellt werden kann. Dies bedeutet jedoch nicht den Abschluss aller Arbeiten, sondern nur, dass die Bereiche wieder von der Bevölkerung betreten werden können. Die Aufräumarbeiten und weiteren Maßnahmen zur Schadensbeseitigung werden je nach Bereich noch Wochen bis Monate andauern. So müssen zum Beispiel zahlreiche weitere Bäume gefällt werden, die im Zuge der direkten Gefahrenabwehr zunächst nur sichergeschnitten worden sind. Zudem steht die Entfernung von hunderten Baumstümpfen an. Über die Arbeiten am Baumbestand hinaus sind in einigen Parks und Wäldern zusätzlich Wegebauarbeiten notwendig, da der Einsatz des benötigten schweren Geräts zu unvermeidlichen Folgeschäden geführt hat.