Das Elektro-Gesetz - Entlastung für die Umwelt

Um das Wichtigste gleich vorwegzunehmen: Bereits seit dem 24. März 2005 dürfen Elektrogeräte auf keinen Fall mehr über den Hausmüll entsorgt werden! Nach dem so genannten „Elektro-Gesetz“ müssen alle Elektro- und Elektronik-Altgeräte wie auch bestimmte Lampen einer getrennten Sammlung zugeführt werden.

Aber warum ist das so?

Die Herstellung von elektrischen Geräten ist nicht nur sehr ressourcen- und energieaufwendig. Elektro- und Elektronik-Altgeräte enthalten zudem auch erhebliche Mengen an Schadstoffen wie Quecksilber, Blei, Cadmium und Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW). Im Hausmüll würden diese Geräte eine bedeutende Belastung kommunaler Abfälle mit Schadstoffen darstellen - und einen unwiederbringlichen Verlust wertvoller Rohstoffe wie Edelmetalle oder sortenreiner Kunststoffe mit sich bringen.

Mit dem Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten - kurz ElektroG - sollen Abfälle von Elektro- und Elektronikgeräten nach Möglichkeit vermieden werden. Unvermeidliche Abfälle aus Altgeräten sollen auf hohem Niveau verwertet und damit die Belastung des Restabfalls mit Schadstoffen verringert werden.

Das ElektroG verbietet die Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräte sowie bestimmter Lampen über den Hausmüll. Stattdessen sind diese Abfälle getrennt zu erfassen und zu sammeln. Danach sorgen die Hersteller für die fachgerechte Entsorgung und Verwertung der ausgedienten Geräte.

Die getrennt zu erfassenden Geräte sind mit einem Symbol, das eine durchgestrichene Abfalltonne zeigt, gekennzeichnet. 

Kennzeichnung_Durchgestrichene_MuelltonneUnterschieden werden
Kühlgeräte (z. B. Kühlschränke, Gefriergeräte, Klimageräte),
Haushalts-Großgeräte (z. B. Waschmaschinen, Wäschetrockner, Herde),
Haushalts-Kleingeräte (z. B.  Staubsauger, Toaster, Föhne, Computer, Handys, Radios),
Bildschirmgeräte (wie Fernsehgeräte, Monitore),
Leuchtstofflampen und
Photovoltaikmodule.

Seit dem 24. Oktober 2015 gelten neue Regelungen im ElektroG. Danach müssen stationäre Händler mit mehr als 400 m² Verkaufsfläche für Elektro- und Elektronikgeräte künftig beim Verkauf größerer Elektrogeräte Altgeräte vergleichbarer Art kostenlos zurücknehmen. Dies gilt auch für Onlinehändler, deren Lager- und Verkaufsfläche für Elektroartikel mehr als 400 m² beträgt.

Geräte mit einer Kantenlänge von bis zu 25 cm müssen Händler mit über 400 m² Verkaufs- bzw. Lagerfläche nach dem neuen ElektroG auch dann zurücknehmen, wenn der Kunde kein neues Gerät kauft. Das gilt etwa für Handys, Modems und Ladegeräte, aber auch für die meisten Toaster oder Waffeleisen!

Grundsätzlich können Sie aber auch weiterhin Ihre Leuchtstofflampen und Ihre ausrangierten Elektrogeräte entweder über unsere Wertstoffhöfe entsorgen oder nach Terminvereinbarung (Elektrogroßgeräte) der Entsorgung und Verwertung zuführen. Die Abgabe bei den örtlichen Sammelstellen sowie die Abholung bleiben weiterhin kostenfrei.

Die Wertstoffhöfe von GELSENDIENSTE finden Sie an der Adenauerallee 115 und der Wickingstraße 25a. Annahmezeiten sind von Montag bis Freitag von 8:00 bis 18:00 Uhr und samstags von 8:30 bis 15:00 Uhr.

Termine für die Abholung von Elektrogroßgeräten wie Waschmaschinen, Kühlschränken, Elektroherden oder Fernsehern erhalten Sie unter der Rufnummer 0209/954-4777 oder über das Kontaktformular zur Sperrmüll-Abholung.

Selbstverständlich ist die Abgabe von Leuchtstofflampen und Elektrokleingeräten (bis max. 30 cm Kantenlänge) auch weiterhin am Schadstoffmobil möglich. Termine und Standorte teilen wir Ihnen gerne hier oder unter der Telefonnummer 0209/954-4252 mit.

Bitte denken Sie daran, aus Ihren Altgeräten alle personenbezogenen Daten zu löschen, bevor Sie sie entsorgen!


Fallen Nachtspeicheröfen auch unter das Elektro-Gesetz?

Ja, unter das Elektro-Gesetz fallen auch Nachtspeicheröfen. Da diese Heizgeräte allerdings häufig asbesthaltig sind, ist auch hier unbedingt auf eine verantwortungsvolle Entsorgung zu achten! Fragen Sie bei Bedarf auch Ihren Heizungsinstallateur. Geräte vor 1984 enthalten in der Regel Asbest und auch teilweise PCB-gefüllte Kapillarrohrregler sowie chrom(VI)-haltige Speicherkernsteine. Diese "belasteten" Geräte müssen in Folie luftdicht eingepackt und unbeschädigt/unzerlegt sein! Ist dies der Fall, können die Geräte auf einem unserer beiden Wertstoffhöfe kostenlos angeliefert werden oder optional über einen Sperrmülltermin (gegen Entgelt) abgeholt werden. Für "ungefährliche" asbestfreie Nachtspeicheröfen gelten die gleichen Bestimmungen. Unverpackte oder zerlegte Geräte werden daher nicht angenommen! Wichtig: Die Demontage von Nachtspeicherheizgeräten darf nur von Fachfirmen vorgenommen werden.


Weitere Informationen zum Elektro-Gesetz finden Sie auch unter www.green-electronics.info oder www.duh.de.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Restmülltonnen, die mit Elektrogeräten befüllt sind, konsequent von der Leerung ausschließen müssen! In solchen Fällen wird sich GELSENDIENSTE mit dem Hauseigentümer in Verbindung setzen und ihn auffordern, die Elektrogeräte aus der Tonne zu entfernen und einer getrennten Sammlung zuzuführen.

Zu guter Letzt noch ein Tipp: Die Modellzyklen heutiger Elektro- und Elektronikgeräte sind oftmals auf nur noch wenige Jahre geschrumpft. Entsprechend schnell veralten diese Geräte und wandern auf den Müll - oftmals selbst dann, wenn sie noch voll funktionstüchtig sind. Bevor Sie ein Gerät entsorgen, nur weil es Ihnen veraltet erscheint, denken Sie doch bitte einen Moment lang darüber nach, wem dieses Gerät vielleicht noch gute Dienste leisten könnte - vielleicht machen Sie demjenigen eine große Freude!