Hundekot

Sie lesen gerade ein Kapitel, das es gar nicht geben müsste, gar nicht geben dürfte. Denn die Beseitigung von Hundekot ist eigentlich keine Aufgabe der Stadtreinigung.
Sie ahnen es schon: Es ist die Pflicht eines jeden Hundehalters, die Hinterlassenschaft seines vierbeinigen Freundes zu entsorgen. Und das nicht nur im Bereich der Straße, nein, auch auf den so genannten „Straßenbegleitgrünflächen“, auf Rad- oder Wanderwegen, in Grünanlagen, auf Spiel- und Sportflächen sowie auf Friedhöfen.

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, sollte man meinen – und deshalb in § 7 der „Ordnungsbehördlichen Verordnung über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Gebiet der Stadt Gelsenkirchen“ auch so geregelt: „Wer Tiere mit sich führt, ist verpflichtet, die durch Tiere verursachten Verunreinigungen unverzüglich und schadlos zu beseitigen

Auch wenn viele Hundehalter sich vorbildlich verhalten, sieht die Realität (wie auch unsere Straßen) doch leider oftmals ganz anders aus. Zahlreiche schwarze Schafe unter ihnen scheinen der Ansicht zu sein, mit Überweisung der Hundesteuer auch gleich die Beseitigung des Hundekots abgegolten zu haben.
Um auch das klarzustellen: diese Annahme ist falsch! Die Hundesteuer ist eine so genannte Luxus-Steuer, zu entrichten lediglich für das „Halten-Dürfen“ eines Hundes. Mit einer Leistung der Straßenreinigung ist die Hundesteuer in keiner Weise verbunden.

Notgedrungen nehmen die GELSENDIENSTE-Mitarbeiter im Zuge der regelmäßigen Straßenreinigung dennoch Hundekot auf.
Wenn aber kurz nach der Reinigung der Nachbar seinen Hund wieder „das Geschäft verrichten“ lässt? Dann liegt der unerfreuliche Haufen bis zur nächsten (bei 14-tägiger Reinigung auch bis zur übernächsten) Woche im Straßenbereich.

Der Mensch lernt nie aus – und so haben wir im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit bereits mehrere Plakataktionen und weitere Aktivitäten mit dem Ziel durchgeführt, ein rücksichtsvolleres Verhalten der Hundebesitzer zu erwirken. Auch diese Internetseite soll ja langfristig ein Umdenken anregen.

Was Sie gegen die unappetitlichen Haufen tun können?
Manchmal hilft schon eine freundliche Ansprache oder Aufklärung des Frauchens oder Herrchens.
Hartnäckige und uneinsichtige „Wiederholungstäter“ aber können und sollten Sie unter Angabe des Ortes, der Zeit und des Namens dem zuständigen Referat „Recht und Ordnung der Stadt Gelsenkirchen“ als Ordnungswidrigkeitsanzeige schriftlich melden. Die Telefonnummer für Rückfragen ist: 169 – 3000.