Pressemeldung vom 28.03.2011


Gelsenkirchen von 30 Tonnen Müll befreit

 2.839 junge und alte freiwillige Helfer in 120 Gruppen haben wieder Straßen, Plätze und Grünflächen in Gelsenkirchen gesäubert und dabei 29,9 Tonnen Abfälle eingesammelt. Das ist die Bilanz der GELSENDIENSTE nach einem zwar nicht sonnigen, aber immerhin  trocken gebliebenen Samstag.

Diese „Ausbeute“ liegt tendenziell über der des Vorjahres. Positiv ist aber zu berichten, dass abgesehen von z.B. Autobatterien, Leuchtstoffröhren und Farbeimern wirklich gefährliche „Wegwerfartikel“ wie in den Vorjahren nicht gefunden wurden. Die Fundstücke lagen in einem fast schon üblichen Rahmen, abgesehen von einem riesigen Getränkekühlschrank, der seine besseren Tage wohl in einem Kiosk oder Gasthaus gesehen hat. Interessant wäre vielleicht auch, welche Geschichte eine aufgebrochene Geldkassette erzählen könnte. Schwer zu erklären ist außerdem, wie ein zentnerschweres Stück Eisenbahnschiene auf eine Wiese fernab jeder Bahnlinie geraten konnte. Gefunden wurde es übrigens von einem zehnjährigen Mädchen, das schon im sechsten Jahr unter Anleitung seines Vaters bei dieser Aktion sein Umweltbewusstsein schult.

 Manche Gruppen berichteten, dass die gefundenen Abfälle verdächtig danach aussahen, dass jemand seine Jahressammlung an Nutzlosem aus Schuppen oder Keller geholt hat, um sie unauffällig mal den freiwilligen Müllsammlern in den Weg zu legen; so zum Beispiel einen ganzen Berg Reifen. Aber auch dieses Phänomen ist leider jedes Jahr zu beobachten.

 Wenn es einen Oskar für das Engagement bei dieser Aktion gäbe, dann hätten ihn die 15 Jugendlichen der Neuapostolischen Gemeinde Rotthausen verdient. Ihr Betreuer Wolfgang Butteröwe hatte sie professionell mit Warnwesten und Schubkarren ausgestattet. Zudem hatte er seinen Pritschenwagen zur Verfügung gestellt. Mit ansteckender Begeisterung säuberten sie die Grünflächen am Kanal im Nordsternpark und füllten die Ladefläche bis zum Rand mit blauen Säcken.

 Aber auch dies ist nur ein Beispiel von vielen. Die Mitarbeiter der GELSENDIENSTE, die von allen Gruppen die bereitgestellten Fundsachen einsammelten, berichteten ausnahmslos von großem Engagement und Begeisterung. Oft wurden sie sogar gefragt, ob man „so was“ nicht öfter im Jahr veranstalten könnte. In der Abschlussbesprechung von GELSENDIENSTE und Stadtmarketing Gesellschaft war die einhellige Meinung: Jederzeit! Wenn ein Verein oder eine Gruppe im Lauf des Jahres die Initiative ergreifen will, ein bestimmtes Gelände erneut von Müll zu befreien, gilt die Einladung: Regina Weitkämper anrufen (0209 – 954 42 48) – und GELSENDIENSTE unterstützt die Aktivität genau so wie jetzt.

fleißige Müllsammlerinnen Müllwagen mit Helfern

jugendliche Helfer Spaß beim Sammeln Stadtteilladen Bulmke

Kleingärtner St. Josef Politik hilft mit

Trägerverein Schacht HugoSchon im 6. Jahr ist der Trägerverein Hugo Schacht 2 e.V. gemeinsam mit dem „kleinen Museum“ aktiv bei der großen und wichtigen Putzaktion dabei. Große Unterstützung erhielt das Team vom Hyundai Autohaus Turowski mit Traktor, Fahrzeugen und fleißigen Händen. Innerhalb von 4 Stunden schaffte es die 22 Mitstreiter große Gruppe, mehrere Hänger voll mit Müll zur Sammelstelle zu bringen. Von Kühlschränken über Autoreifen bis zu Farbresten war alles dabei. In diesem Jahr übernahmen die Mitglieder um Klaus Herzmanatus den oberen Bereich der Rungenberghalde, den Parkplatz der ehemaligen Zeche Hugo sowie den Bereich um die Devesestraße..
Gerne haben wir uns an dieser Aktion beteiligt, da uns die Sauberkeit unserer Stadt am Herzen liegt, so Herzmanatus. Unbegreiflich ist es für unser Team, was Menschen alles aus dem Autofenster werfen oder angewissen Stellen abkippen.

                          große und kleine Helfer              nach getaner Arbeit

                  reiche Ausbeute                   D.I.T.I.B.-Gemeinde Hassel