Pressemeldung vom 17.11.2011


Letzte Vorbereitungen für den Winterdienst: Gelsendienste nimmt neue Sole-Mischanlage in Betrieb

Gelsenkirchen setzt auf modernste Technik bei der Straßenstreuung: Um Sole für die umweltfreundliche Feuchtsalzstreuung selbst erzeugen zu können und damit Lieferengpässe zu vermeiden, haben die Gelsendienste auf dem neuen Betriebshof Wickingstraße eine eigene Sole-Mischanlage installieren lassen.

Sole wird bei der Straßenstreuung benötigt, um das Trockensalz vor dem Streuen anzufeuchten. Man nennt das Feuchtsalztechnik: 70 Prozent Trockensalz werden mit 30 Prozent Sole gemischt auf die Straße aufgebracht. Mit dieser Technik erzielt man eine schnellere und gleichmäßigere Wirkung, insbesondere bei Schneefällen und starker Glätte, als mit reiner Trockensalzstreuung. Außerdem bleibt das Salz feucht besser auf dem Asphalt haften. Da mit der Feuchtsalztechnik auch weniger Salz benötigt wird, ist die Technik auch umweltfreundlich.

Auf selbst gemischte Sole wird umgestiegen, weil im letzten extremen Winter die Lieferfahrzeuge mit der bestellten Sole nicht mehr bei Gelsendienste angekommen sind und bei Salzknappheit auch Soleknappheit herrscht.

Für den lokalen Streudienst vor Ort ist die Verlässlichkeit von Mensch, Technik und Material sehr wichtig. Die Mischanlage wird vom eigenen Personal betrieben und beschickt. Dazu wird der Edelstahl-
Fülltrichter der Sole-Mischanlage in der Halle mit dem Radlader mit Salz befüllt. Per Schneckenförderung gelangt das Salz in das Innere des Lösebehälters wo es mit Wasser vermischt wird. Das Ergebnis: gebrauchsfertige, im Normalfall 20- bis 22-prozentige Natriumchloridsole.

Über 2.500 Liter Sole können pro Stunde produziert werden. Einer der großen Vorteile der neuen Anlage ist, dass sie flexibel und nach Bedarf produzieren kann. Die gebrauchsfertige Sole läuft in den Soletank und wird in den nebenstehenden Vorratsbehälter gepumpt. Der Vorratsbehälter wird von den Winterdienstfahrzeugen, die Salz und Sole nachladen, direkt angesteuert. Im Ernstfall kann so innerhalb kürzester Zeit ausreichend Sole bereitgestellt und auf die Fahrzeuge verteilt werden.

Auch die präventive Aufbringung reiner Sole bei voraussichtlich auftretender Glätte wäre mit der neuen Solemischmaschine zukünftig problemlos machbar.

Salzlager gut gefüllt

Damit Sole erzeugt werden kann, ist natürlich Salz erforderlich. Den Umzug auf den neuen Betriebshof haben die Gelsendienste genutzt um ein Salzlager enormen Ausmaßes einzurichten: 40 mal 17 Meter groß ist das neue Lager. Es ist bereits mit über 3.000 Tonnen Salz gefüllt. Zusammen mit den Lagern an der Adenauerallee und am Junkerweg warten laut Lagerbestand nun insgesamt 4.726 Tonnen Salz auf ihren Einsatz. Zum Vergleich: Im letzten, schweren Winter wurden in Gelsenkirchen 2.700 Tonnen Streusalz verbraucht. Der Winter 2011/12  kann also kommen.