Pressemeldung vom 06.06.2014



Teichen droht an heißen Tagen Sauerstoffmangel

Das biologische Gleichgewicht von Teichen ist in der warmen Jahreszeit besonders empfindlich. Aus diesem Anlass erneuert Gelsendienste die Bitte, auf das Füttern von Enten und anderen Wasservögeln zu verzichten.

„Abgesehen von der Frage, ob man den Tieren damit etwas Gutes tut, kann das Füttern dazu beitragen, ein ohnehin störanfälliges Ökosystem aus dem Gleichgewicht zu bringen“, erklärt Uwe Unterseher-Herold, Betriebsleiter des für die Pflege der städtischen Anlagen verantwortlichen Unternehmens Gelsendienste. Die zusätzlichen Nährstoffe fördern einerseits die Vermehrung von Algen, zudem wird beim Abbau des organischen Materials zusätzlicher Sauerstoff verbraucht. Da der Sauerstoffgehalt des Wassers mit steigenden Temperaturen sinkt, droht insbesondere an heißen Sommertagen die Gefahr, dass es zu einem für die im Wasser lebenden Tiere und Pflanzen bedrohlichen Sauerstoffmangel kommt.

Zu den besonders gefährdeten städtischen Gewässern gehören die Teiche im Bulmker Park, Nienhauser Busch, der Hülser Heide und im Wissenschaftspark sowie die Stallgräfte am Schloss Berge. In den Böden dieser Teiche sind daher Schwimmbojen verankert, an denen Flügelradbelüfter verankert werden können. Mit diesen Anlagen lässt sich das Wasser mit Sauerstoff anreichern. Zudem wird wie auch bei den übrigen Teichen bei Bedarf Frischwasser über Hydranten oder einen Wasserwagen zugeführt.