Pressemeldung vom 08.08.2014



Die Beseitigung der Schäden am städtischen Baumbestand und die Nachpflanzungen werden viel Zeit und Geld kosten

Auch zwei Monate nachdem das Sturmtief Ela erhebliche Zerstörungen im gesamten Gelsenkirchener Stadtgebiet verursacht hat, liegt aufgrund der Vielzahl und Schwere der Schäden noch kein vollständiges Lagebild vor. Fest steht jedoch ohne Zweifel, dass das Ausmaß der Schäden enorm ist und alle Sturmereignisse der vergangenen Jahrzehnte bei Weitem übersteigt.

Besonders von dem Unwetter betroffen war der Baumbestand. Die bisherigen Kontrollen zeigen, dass im städtischen Bestand entlang der Straßen, in Park- und Grünanlagen sowie auf den Außenflächen von städtischen Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten mindestens vier Prozent der Bäume entwurzelt oder so stark in Mitleidenschaft gezogen wurden, dass sie im Nachgang gefällt werden mussten bzw. noch zu fällen sind. Bei einer Gesamtzahl von 75.000 Bäumen in diesen Bereichen liegt die Zahl der Totalschäden demnach bei mindestens 3.000 Stück, allein auf den städtischen Friedhöfen in Gelsenkirchen sind 462 Bäume betroffen. Hinzu kommen die Schäden in den städtischen Waldgebieten. Nach ersten Sichtungen muss hier davon ausgegangen werden, dass das Unwetter den Baumbestand auf einer Gesamtfläche von rund acht Hektar zerstört hat. Dies entspricht der Fläche von elf Fußballfeldern.

Über die Totalschäden hinaus war auch der übrige Bestand massiv betroffen. Vor allem durch an- bzw. abgebrochene Äste und Zweige in den Baumkronen besteht derzeit weiterhin Gefahr. Erneute Belastungen der vorgeschädigten Bäume, etwa durch Sommergewitter, sorgen zudem immer wieder für Folgeschäden. Derzeit liegt der Fokus von Gelsendienste bei der Sturmschadenbeseitigung daher weiterhin auf der Gefahrenabwehr und der Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung der Verkehrssicherheit. Oberste Priorität hat hierbei das öffentliche Straßennetz. Nachgelagert sind die Aufräumarbeiten und die Maßnahmen zur Folgenbeseitigung sowie abschließend die Nach- bzw. Neupflanzungen.

Für die anstehenden Pflanzmaßnahmen wird Gelsendienste in Zusammenarbeit mit den beteiligten politischen Gremien ein detailliertes Konzept erstellen. Aufgrund des immensen Ausmaßes der Schäden ist schon jetzt absehbar, dass die erforderlichen Arbeiten viel Zeit in Anspruch und erhebliche Kosten verursachen werden. Über die Aufwendungen für den Erwerb von für das städtische Umfeld geeigneten Jungbäumen hinaus, sind stets auch die Kosten für die erforderlichen Vor- und Nacharbeiten zu berücksichtigen.

Wie zahlreiche Anfragen gezeigt haben, möchten sich viele Gelsenkirchener Bürgerinnen und Bürger sowie andere Gruppen aktiv für die Nachpflanzung von Bäumen engagieren. Die Stadt Gelsenkirchen bedankt sich sehr für die große Hilfsbereitschaft! Zur Annahme von Geldspenden wurde bei Gelsendienste ein Konto eingerichtet. Die eingehenden Mittel werden für Nachpflanzungen in den stark betroffenen Parks eingesetzt. In den ersten vier Wochen nach dem Start der Aktion Anfang Juli sind bereits Spenden in der Gesamthöhe von 3.905,00 Euro eingegangen.

Wer die Aktion unterstützen möchte, kann eine Spende auf das folgende Konto leisten:
Kontoinhaber: GELSENDIENSTE
IBAN: DE89 4205 0001 0101 1547 12
BIC: WELADED1GEK
Verwendungszweck: Spende Baumpflanzung / 664707

Bitte beachten Sie: Falls Spender ihre Zuwendung steuerlich geltend machen möchten, reicht als Nachweis gegenüber dem Finanzamt bei einer Summe bis zu 200,00 Euro der Überweisungsträger, wenn aus diesem Gelsendienste als Empfänger (Name und Kontonummer) hervorgeht. Sofern Sie einen höheren Betrag spenden und eine gesonderte Zuwendungsbestätigung erhalten möchten, geben Sie bitte bei Ihrer Überweisung im Verwendungszweck zusätzlich Ihre Kontaktdaten (Name und Adresse) an. Sie erhalten dann im Nachgang eine Bescheinigung zugesendet.