Pressemitteilung vom 10.04.2015



Die Nachpflanzung der durch das Sturmtief „Ela“ zerstörten Bäume hat begonnen

Das Pfingstunwetter „Ela“ hat in Gelsenkirchen mindestens 4.251 städtische Bäume umstürzen lassen oder so stark geschädigt, dass sie im Nachgang gefällt werden mussten. Da bei den andauernden Arbeiten zur Beseitigung der Sturmfolgen zusätzliche Fällungen erforderlich sind, wird die Zahl der Totalverluste noch weiter ansteigen.

Zugleich haben Ende März die Arbeiten zum Ersatz des zerstörten innerstädtischen Baumbestands begonnen. In der laufenden Pflanzsaison werden in einem ersten Schritt einzelne Lücken im Straßenbereich sowie an Kitas und Schulen geschlossen. Bis Mitte April werden dabei im Stadtgebiet insgesamt 48 neue Bäume gesetzt.

Für die einleitende Phase wurden Standorte ausgewählt, an denen eine Nachpflanzung unproblematisch möglich ist. In einem Arbeitskreis unter Beteiligung verschiedener Referate der Gelsenkirchener Stadtverwaltung wurden dazu die in Frage kommenden Stellen überprüft. Unter anderem galt es dabei abzuklären, ob an den Standorten in den kommenden Jahren Baumaßnahmen geplant sind – oberirdisch im Straßenbereich oder unterirdisch bei den Ver- und Entsorgungsleitungen –, die sinnvollerweise vor der Durchführung von Pflanzarbeiten abgewartet werden sollten.

Die Auswahl der jeweiligen Baumarten erfolgte ebenfalls nach einer individuellen Standortanalyse. Berücksichtigt wurden Kriterien wie die Eignung für das Stadtklima, Wuchsgrößen, Frucht- und Laubfall, Krankheitsresistenzen sowie der umgebende Baumbestand. Neben den eigenen Erfahrungen flossen hierbei die Empfehlungen der von der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz herausgegebenen Straßenbaumliste in die Überlegungen ein.

35.000 Euro Spendengelder werden eingesetzt
Die Kosten für die erste Phase der Nachpflanzungen werden durch die bislang im Nachgang von „Ela“ eingegangenen Spendengelder finanziert. Zu den rund 25.000 Euro aus der gemeinsamen Spendensammlung der Stadt Gelsenkirchen und GELSENDIENSTE kommen weitere 10.000 Euro aus der Aktion „WAZ pflanzt Bäume“. Zudem sind im städtischen Haushalt die Mittel für Straßenbaumpflanzungen auf 100.000 Euro aufgestockt worden. Für 2016 ist eine Verdopplung der Summe auf 200.000 Euro vorgesehen.

Lenkungskreis „Ela“ erarbeitet Maßnahmenpläne
Bis zu der im kommenden Herbst beginnenden nächsten Pflanzperiode werden in dem von der Stadt Gelsenkirchen eingerichteten Lenkungskreis „Ela“ weitere Maßnahmenpläne zum Ersatz des zerstörten Baumbestands entwickelt. Hierbei erfolgt eine differenzierte Betrachtung der verschiedenen Schadensgebiete wie öffentliche Verkehrsflächen, Park- und Sportanlagen, Freiflächen an städtischen Liegenschaften sowie Wälder.

Spendensammlung wird fortgesetzt
Wer die Nachpflanzungen von Bäumen in Gelsenkirchen unterstützen möchte, kann weiterhin eine Spende auf das folgende Konto leisten:
Kontoinhaber: GELSENDIENSTE
IBAN: DE89 4205 0001 0101 1547 12
BIC: WELADED1GEK
Verwendungszweck: Spende Baumpflanzung / 664707

Bitte beachten Sie: Falls Spender ihre Zuwendung steuerlich geltend machen möchten, reicht als Nachweis gegenüber dem Finanzamt bei einer Summe bis zu 200,00 Euro der Überweisungsträger, wenn aus diesem GELSENDIENSTE als Empfänger (Name und Kontonummer) hervorgeht. Sofern Sie einen höheren Betrag spenden und eine gesonderte Zuwendungsbestätigung erhalten möchten, geben Sie bitte bei Ihrer Überweisung im Verwendungszweck zusätzlich Ihre Kontaktdaten (Name und Adresse) an. Sie erhalten dann im Nachgang eine Bescheinigung zugesendet.

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Im Bild: Oberbürgermeister Frank Baranowski, WAZ-Redakteur Jörn Stender und Stadtrat Dr. Christopher Schmitt (v. r.) beim Auftakt der durch die Spenden der Bürgerinnen und Bürger ermöglichten Aktion zur Nachpflanzung der durch "Ela" zerstörten Bäume.